History of German Civilization
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Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts brachte eine Zeit des radikalen Wandels mit sich. Während des Kampfes gegen Napoleon hatte sich im Volk ein Nationalbewusstsein entwickelt, das nicht mehr verlöschen sollte. Doch nicht nur ein Gefühl der nationalen Einheit war entstanden, sondern auch ein Bedürfnis nach Freiheit, politischer Mitbestimmung, nach Menschen- und Bürgerrechten. Diese Ideen gefährdeten die Macht der herrschenden Fürsten. Sie antworteten mit Unterdrückung und Verfolgung. So wurde eine Zeit vermeintlicher Ruhe geschaffen, die von 1819 bis zur Revolution im März 1848 währte. Diese Zeit wird heute als das Biedermeier bezeichnet. In diesem Project werde ich ihnen die deutsche Vereinigung erzaehlen. Die Deutsche Vereinigung war sicherlich ein sehr wichtiges Ereignis in 19 Jahrhundert und spielte eine grosse Rolle in Europa.
Zuerst wir müssen die 19Jahr-hundertige Europa kennenlernen. Wie war Europa? Welche Laender waren stark in dieser Zeit? Wie war die `Power Balance`?
Frankreich
Frankreich war selbst in revolutionäre Wirren verstrickt, hätte sich aber gegen ein geeinigtes Deutschland sofort in die Waagschale geworfen. Noch 1840 waren französische Nationalisten für die baldige Einnahme der Rheingrenze eingetreten. Das Lied von der “Wacht am Rhein” und das Lied “Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein“(Am Ende ist das Lied) stammen nicht aus der Zeit
Österreich
Österreich war zwar das Schwergewicht im Deutschen Bund, hatte sich aber nach der Anerkennung Preußens als Großmacht in Richtung Süden und Osten bewegen müssen. Das Reich der Habsburger betrachteten viele Deutsche noch immer als ihre Schutzmacht, vor allem dort, wo man katholisch war. Tatsächlich aber wurde Metternich 1848 gestürzt, und in Ungarn und Böhmen entwickelten sich gerade aufgrund der kurzzeitigen Schwäche der Monarchie erstmals nationale Widerstandsbewegungen. Außerdem gärte es in Italien, was österreich wegen des 1815 gewonnenen Gebietes Venetien betraf.
Rußland
Rußland war traditionell
Preußen
Preußen hoffte zwar einerseits, die deutsche Einheitsbewegung für die Stärkung der eigenen Position nutzen zu können; der preußische König hatte allerdings die lange versprochene Verfassung abgelehnt. Außerdem bestand ja die “Heilige Allianz” mit österreich und Rußland; in diesem Dreibund war Preußen die schwächste Macht.
Und man vergesse nicht Dänemark, wo es ja wirklich zum Krieg kam. Hier zeigte sich der Unwille der Großmächte, Schleswig-Holstein zu vereinigen, um deutsche Einigungsgelüste zu verstärken. Viele Deutsche - auch Bonner Burschenschafter - haben auf seiten der deutschen Schleswiger und Holsteiner gekämpft. Die Abgeordneten der Paulskirche hatten zu diesem Krieg aufgerufen, gerade die linken Demokraten. Der Friedensschluß von Malmö erfolgte unter dem Druck Englands und Rußlands, und gerade er führte zur Entzweiung der Demokraten in
Und der wichtigste; wie war die Deutschen?
Da sind 5 grosse Lander in Europa:
In 1815 Der Prinz Metternich, Ausenminister von Österreich hat ein Konföderation ausgebildet, weil er Deutschen in seinem Kontrol möchte. Das struktur von diesem Konföderation machte eine Vereinigung unmöglich für Deutschen. Dieses Konföderation hatte ein Haupt behrschend organ named DIET. Diet war von Botschftern der kleinen Staaten ausgesetzt. Österreich war der wichigste Staat in Diet. Für die Anderen Landern Farnkreich,
DAS REVOLUTION IN 1948
Der Liberals und Nationalists möchten Deutschen in 1948 vereinigen, aber dies Versuch war gescheitert. Zuerts wir mussen schauen, warum sie eine Vereinigung möchten. Erstens der war ein political Erregung und die Menschen waren unzufrieden mit der Regierung und Ökonomie. Armut und Arbeitslosigkeit waren sehr grosse Probleme. Mit der Technologie wurde Arbeitslosigkeit mehr gross. Zum ersten mal Demonstartions waren in Münnheim in
Manche möchten Deutschland ohne Österreich,das war Kleindeutschland. Aber am Ende sie haben Deutschland ohne Österreich entschidet. Sie haben entscheidet aber sie hatten kein Kraft, kein Macht. Sie hatten kein Geld und auch am wictigsten sie hatten kein Militarische Kraft. Die Krone von Kleindeutschland hat zum Frederick William unterbereitet. Aber
DIE JAHRE 1850-1862
Bevor 1850 Österreich war der wichtigste Staat über Deutschen, aber nach diser Zeit besonders am Ende 1850` ste Prussia wurde mehr wichtiger als Österreich. Der grösste Politician von Österreich Schwarzenberg war in 1852 gestorben. Hinter ihm war eine gutausgebildete Politicain zum Österreich nicht gekommen. So Österreich verlierte seine Wichtigkeit über Deutschen. Auf der anderen Seite
BISMARCK
Spaeter die Beziehungen wurden mehr staerker zwischen Deutschen und Prussian. Der neue Kaiser William sendete Otto von Bismarck nach
Auch seit 1850 die Beziehungen zwischen
In July 1866 hat das Krieg zwischen
VEREINIGUNG
Bevor die Krieg die Suden Part stutzte
Was sind die Haupt-punkte der Vereinigung?
· Politik von Europa
· Ökonomie
· Liberalismus und Nationalismus
·
POLITIK VON EUROPA
Am Anfang der 19.jahr-hundert der was ein Power-blance zwichen den 5 Staaten:
ÖKONOMIE
Der war eine sehr beruhmte Satz von J. M. Keynes (ein beruhmter Historiker):
Deutschland war nicht über Blut und Eisen gegrundet sondern über Kohle und Eisen. Tatsachlich diser Satz erklart alles. Die Wirtschaft von Prussia und von Deutschen Staaten hatten eine sehr grose Rolle in Vereinigung. Besonders mit Zollverein, grundet in 1834, wurde die Ökonomie vin Deutschen viel viel besser als fruher. Aber das haupt Fortschrit entstand zwischen 1850-
LIBERALISMUS UND NATIONALISMUS
Liberalismus und Nationalismus fang am Anfang der 19.jahrhundert in Deutschen. Was liberals möchte war Freisprach-Recht, Freie-Presse,Gleihheit. Auch die Napoleonische Ideen gab zum Nationalismus Kraft. Am Anfang die Menschen hatten Liberalismus und Nationalismus nicht so gut verstanden. Und sie konnten sehr leicht provokatiert werden, und auch sie wussten gar nicht was sie wollen. Langsam langsam diese Ideen wurden verdamoft. Aber in der Mitte von 19.Jahrhundert Liberalismus und Nationalismus kam wieder zum Gedanken, und jetzt mehr realistisch und erreichbar. Zuerst waren die Liberals entgegen zum
BISMARCK
Zeittafel
Ein Überblick über die wichtigsten Daten in Bismarcks Leben:
| 1815 |
Geburt Bismarcks auf Gut Schönhausen bei |
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1822 |
Eintritt Bismarcks in die Plamannsche Erziehungsanstalt zu |
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1827-1832 |
Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums/Graues Kloster |
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1832-1834 |
Studium der Rechte an Universitäten in Göttingen und |
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1836 |
Regierungsreferendar in |
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1839 |
|
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1839 |
Tod der Mutter Wilhelmine von Bismarck, geb. Mencken |
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1845 |
Tod des Vaters und Wechsel zu Gut Schönhausen |
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1847 |
Heirat mit Johanna von Puttkamer |
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Abgeordneter des ersten Vereinigten Landtags in Preußen |
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1848 |
Märzrevolution in Deutschland und Berufung liberaler Ministerien in den deutschen Staaten |
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1849 |
Wahl Bismarcks in die zweite Kammer des preußischen Landtags |
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1850 |
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1851 |
Ernennung Bismarcks zum Gesandten am Frankfurter Bundestages |
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1858 |
Wilhelm I. von Preußen übernimmt Regentschaft für geisteskranken Bruder Wilhelm IV. |
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1859 |
Abberufung Bismarcks aus |
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|
in |
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1861 |
Tod Wilhelm IV. von Preußen, Thronbesteigung Wilhelms I. |
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1862 |
Preußischer Verfassungskonflikt |
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|
Ernennung Bismarcks zum preußischen Gesandten in |
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|
Berufung Bismarcks zum preußischen Ministerpräsidenten
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1866 |
Auflösung des Deutschen Bundes |
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|
Gründung des Norddeutschen Bundes |
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1867 |
Kriegserklärung Frankreichs an Preußen |
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1870 |
Kapitulation einer franz. Armee bei |
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1871 |
Proklamation des deutschen Kaiserreiches in |
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Bismarck wird erster deutscher Reichskanzler
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1872 |
Dreikaiserabkommen zwischen Österreich-Ungarn, Rußland, Deutsches Reich |
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1878 |
Verabschiedung des „Sozialistengesetzes“ durch Reichstag |
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1888 |
Tod Kaiser Wilhelm I. und Thronfolge Wilhelms II. |
|
1890 |
Entlassung Bismarcks als Reichskanzler und preußischer Ministerpräsident |
|
1894 |
Tod Johanna von Bismarcks |
|
1898 |
Tod Otto von Bismarcks |
1.
1.April 1815 Geburt Bismarcks auf dem väterlichen Gut Schönhausen bei Magdeburg mütterlicherseits Sohn einer Beamtenfamilie, der Mencken sein Vater, Ferdinand von Bismarck, ist ein preußischer Landadliger. Bismarcks Mutter wollte, daß er viel lernt und viel werden sollte (in Brief schrieb er: „Als kleines Kind haßte ich sie, später hinterging ich sie mit Falschheit und Erfolg.“; „Meinen Vater liebte ich wirklich …“, heißt es in demselben Brief) Bismarck mochte von früh auf die Unabhängigkeit und Ungebundenheit des Lebens eines Landedelmannes, wie das des Vaters diese beiden Positionen hatten einen weitreichenden Einfluß auf seine spätere Lebensgestaltung und seine Lebensziele zunächst aber verlief sein Leben unter dem dominierendem Einfluß der Mutter: Das hieß (für Otto und Bruder Bernhard) Bildungsweg und schließlich Beamtenlaufbahn, um vielleicht später Minister zu werden. Im Alter von 6 Jahren kam er in ein Berliner Internat, die Plamannsche Lehranstalt (von Söhnen hoher preußischer Beamter besucht und von diesem Milieu bestimmt)
1827 wechselte Bismarck auf das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium und dann 1830 bis zum Abitur an das berühmte „Graue Kloster“ in Berlin (ein Gymnasium, das die Beamtenelite Preußens bildete) Es folgte die nächste Etappe zur Beamtenlaufbahn: das Jurastudium; erst in Göttingen und dann in Berlin zu dieser Zeit häuften sich bei Bismarck Klagen über seine richtungs-und ziellose Existenz („sich emporzudienen, sich sein ganzen Leben im Amt zu quälen, das könne doch nicht der Lebensinhalt sein”) . Seine Laufbahn als Jurist und angehender Verwaltungsbeamter verlief alles andere als erfolgreich:
er langweilte sich nämlich zu Tode und als er im Juni 1936 als Regierungsreferendar nach Aachen versetzt wurde geriet er schon bald in eine tiefe, lebensverändernde Krise, er hatte Gefühl, daß sein Leben weder Sinn noch Perspektive gewann. Diese Krise endete dann in einer Eskapade:er reiste kreuz und quer durch Deutschland, verliebte sich in eine junge Britin, verursachte riesige Spielschulden (da war er Anfang 20) Bismarck brach dann seine
Beamtenlaufbahn ab und faßte enEntschluß „Landjunker“ (Landedelmann) zu werden Krankheit und schließlich der frühe Tod der Mutter haben das letzte Hindernis auf dem Weg in die Welt des Vaters beseitigt - Wilhelmine von Bismarck starb 1839. Bismarck scheidet noch im selben Jahr aus dem Staatsdienst aus und übernimmt die Bewirtschaftung des väterlichen Gutshofes
Kniephof, Pommern jedoch ahnte Bismarck bald, daß sich diese Rückkehr in die Welt der Väter als Sackgasse erweisen würde: er war einfach zu ehrgeizig und intelligent Bismarck war mehr als je zuvor auf der Suche nach dem Sinn seiner Existenz der „tolle Bismarck“ hieß es schon bald in der Gegend wegen seiner Gelage und Eskapaden, aber auch wegen seiner Neigung plötzlich ein ganz anderer zu sein und sich nächtelang in Büchern zu vergraben Beschäftigung mit Philosophie, Kunst, Religion und Literatur (ausgeprägte literarischen Bildung)1845 stirbt Bismarcks Vater - es folgt Übersiedlung Bismarcks auf das Gut Schönhausen
2. Sein Aufstieg zur Macht
In einem absolutistisch regiertem Staat wie Preußen führte in die Politik nur die Beamtenlaufbahn diesen Weg aber hatte Bismarck ausgeschlagen – nicht mal ansatzweise geschafftin diesem Sinne wurde die Revolution von 1848 zur Stunde Bismarcks der entschiedene Angriff, die tödliche Bedrohung der bestehenden Gesellschaftsordnung führten auch zu einem Wandel des Menschen Bismarck und so wurde der Verteidiger der Monarchie und des Bestehenden zum Gegenrevolutionär und Mann der Zeit, seine politische Karriere begann: 1847 war der konservative Bismarck Mitglied des preußischen Landtages gewordendie Revolution von 1848 wollte er mit Gewalt unterdrückt sehen und die politischen Ansichten seiner Gegenspieler bestärkten ihn in seiner konservativen und monarchistischen Haltung
politische Hauptziele Bismarcks:
· konstiutionelle Monarchie
· Erhaltung der Stellung des Adels
· Abwehr der Machtansprüche des Bürgertums
Bismarck war ehrgeizig und hatte den leidenschaftlichen Wunsch etwas zu werden, wollte die Existenz des kleinen Gutsbesitzers hinter sich lassen persönliche Leitlinien waren:
· Unabhängigkeit seines Privatlebens
· weitgehende Autonomie als Politiker
· Gewinnung einer politischen Stellung aus eigener Kraft
Er war Taktiker und Stratege, meisterhaft am Rednerpult und vermochte es geschickt wichtige Kontakte aufzubauen (er war von Natur aus auf aktives Handeln und Selbstbestätigung ausgerichtet)
1849 wurde Bismarck in die zweite Kammer des preußischen Landtages gewählt
Nach der Revolution wurde er Abgeordneter im Erfurter Parlament, führendes Mitglied der Konservativen Partei und Mitarbeiter der konservativen Kreuzzeitung. Bismarck fehlte eine entsprechende Ausbildung und eine langjährige Erfahrung und trotz dessen wurde er 1851 Gesandter beim wiederhergestellten Deutschen Bundestages in Frankfurt. Seine Beförderung wurde heftig diskutiert, da er ja nicht im geringsten die Voraussetzungen für diese Tätigkeit mitbrachte die Beförderung war jedoch ein gewaltiger Sprung für den jungen Bismarck. Er jetzt schon eine recht wichtige Figur der preußischen Diplomatie und Politik geworden. Im Frankfurter Bundestag trat er für die Gleichberechtigung Preußens mit Österreich im Deutschen Bund ein vielen politischen Freunden wurde Bismarcks Streben nach Einfluß und Drang zur Macht unheimlich. Bismarck war unablässig tätig: arbeitete, lernte, beobachtete, bereiste benachbarte Höfe um wichtige Persönlichkeiten kennenzulernen
1859 ging Bismarck als preußischer Botschafter nach Rußland und 1962 nach Frankreich (fern von Entscheidungen)
1862 war in Preußen die Auseinandersetzung zwischen Regierung und Parlament über eine Heeresform zu einem scheinbar unlösbaren Konflikt geworden. Das von liberalen Kräften dominierte Parlament hatte die Heeresvorlage abgelehnt. In dieser Situation war König Wilhelm I. auf die Hilfe Bismarcks angewiesen - und berief diesen im September 1862 als preußischen Ministerpräsidenten
Bismarck beendete den Heereskonflikt im Sinne der Krone: er löste das Parlament auf - regierte dann, gestützt durch die Lückentheorie, ohne vom Parlament gebilligtem Etat weiter. Mit seiner „Blut-und Eisenrede“ („Die großen Probleme unserer Zeit [Anm.: Die Einigung Deutschlands] lassen sich nur durch Blut und Eisen lösen.“) hatte Bismarck bei Amtsantritt seine Aktion gerechtfertigt
Das Bild Bismarcks verlor zu dieser Zeit jede Eindeutigkeit: Einige sahen in ihm prinzipienfesten Verteidiger der bestehenden Ordnung (Beharren auf Monarchie); andere einen Zerstörer aller Ordnungen (Staatsneu- und Staatsumgründung / Modernität d. Norddeutschen Bundes)
Bismarck war also sehr flexibel in seiner Politik, um seine Ziel zu erreichen
Überblick zur Außenpolitik Bismarcks
Das Verhältnis zwischen Preußen und Östereich (Dualismus) im deutschen Bund wollte Bismarck zugunsten Preußens ändern Bismarck provoziert einen Krieg mit Österreich (preußisch-österreichischer Krieg 1866)
Folgen des Krieges :
- Gründung des Norddeutschen Bundes
- Beilegung des Preußischen Verfassungskonfliktes
Der nationale Charakter des deutsch-französischen Krieges (1870/71) ermöglicht die Gründung des Deutschen Kaiserreiches 18.01.1871 in der Folgezeit kann Bismarck die Position des Deutschen Reiches durch ein ausgeklügeltes Bündissystem sichern (neuer Machtblock in Europa stört Kräftegleichgewicht).
Beispiele: Dreikaiserabkommen - Zweibund mit Österreich - Dreibund
Bismarck, der nun Reichskanzler geworden ist, hatte damit sein Ziel erreicht: Einigung Deutschlands unter preußischer Führung trotz dieser großen außenpolitischen Erfolge scheitert Bismarcks Innenpolitik
Überblick zur Innenpolitik Bismarcks
Innenpolitisch scheitert die Politik Bismarcks bezüglich des Kulturkampfes und im Kampf gegen die Sozialdemokratie mit dem Kulturkampf wollte er das antiliberale katholische Zentrum ausschalten, provozierte damit jedoch neue innenpolitische Konfrontationen und mußte gegenüber katholischer Kirche einlenken.
Sozialistengesetz von 1878, Verbot aller sozialdemokratischen, sozialistischen und kommunistischen Vereinigungen ein Ziel: die Sozialdemokratie zu zerschlagen. Es beschwor jedoch eine neue innenpolitische Krise herauf Sozialgesetzgebung stellt eine bleibende positive Errungenschaft dar (Unfall-, Invalidenvers.)
Als Bismarck am 10.Mai 1871 seine Unterschrift unter den endgültigen Friedensvertrag mit Frankreich setzte, war er auf dem Höhepunkt seiner politischen Laufbahn angelangt . Seine großen außenpolitischen Erfolge, seine Stetigkeit, sein Maß, Festhalten am Bewährten führten zur Legendenbildung um Bismarck . Kaiser Wilhelm II. entließ Bismarck am 20. März 1890 wegen unüberbrückbarer persönlicher und politischer Gegensätze aus seinem Amt
Bismarck zog sich daraufhin auf sein Landgut im Sachsenwald zurück. Er starb am 30. Juli 1898
Die Wacht am Rhein
Max Schneckenburger, 1840
Es braust ein Ruf wie Donnerhall,
Wie Schwertgeklirr und Wogenprall:
Zum Rhein, zum Rhein, zum deutschen Rhein,
Wer will des Stromes Hüter sein?
Refrain:
|: Lieb’ Vaterland, magst ruhig sein, ![]()
|: Fest steht und treu die Wacht am Rhein!
2. Durch hunderttausend zuckt es schnell,
Und aller Augen blitzen hell;
Der Deutsche Jüngling, fromm und stark,
Beschirmt die heil’ge Landesmark.
Refrain:
3. Er blickt hinauf in Himmelsau’n,
Da Heldenväter niederschau’n,
Und schwört mit stolzer Kampfeslust:
Du Rhein bleibst deutsch wie meine Brust!
Refrain:
4. Solang’ ein Tropfen Blut noch glüht,
Noch eine Faust den Degen zieht,
Und noch ein Arm die Büchse spannt,
Betritt kein Feind hier deinen Strand!
Refrain:
5. Und ob mein Herz im Tode bricht,
Wirst du doch drum ein Welscher nicht,
Reich, wie an Wasser deine Flut,
Ist Deutschland ja an Heldenblut!
Refrain:
6. Der Schwur erschallt, die Woge rinnt,
Die Fahnen flattern hoch im Wind:
Zum Rhein, zum Rhein, zum deutschen Rhein,
Wir alle wollen Hüter sein!
Refrain:
7. So führe uns, du bist bewährt;
In Gottvertrau’n greif’ zu dem Schwert,
Hoch Wilhelm! Nieder mit der Brut!
Und tilg’ die Schmach mit Feindesblut!
- http://www.tu-berlin.de/suchen/index.html (Die TU-eigene Suchmaschine)
- http://www.acronet.net/~robokopp/Lieder/esbraust.html (Das Lied von der “Wacht am Rhein“)
- The Unification of Germany / compiled by Micheal Gorman, Cambridge, New York 1989 Cambridge University Press
- Deutsche Kulturgeschichte im Grundriss ,Wilhelm Gossmann / Max Hueber Verlag 1996
- Deutsche Geschichte Vom Alten Reich zur Zweiten Republik, Diether Raff / Max Hueber Verlag 1985
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